Kehidakustány

Kehidakustány liegt im nördlichen Teil des Bezirk Zala, im Nord-südlichen Tal des Flusses Zala. Am Westen liegt Kehida, am Osten Kustány.

In der Ortschaft befindet sich das im Kreis der Familien sehr beliebteKehida Thermal- und Erlebnisbad. Kehida ist aufgrund seiner Nähe (18 km) zur Hauptstadt des Balatons, Keszthely, bei den Touristen sehr populär.

DIE SEHENSWÜRDIGKEITEN VON KEHIDAKUSTÁNY

Kehida Thermal- und Erlebnisbad

Das Thermalbad eines der größten und meistbesuchten Thermalbäder des Landes. Eine ausführlichere Beschreibung über das Thermalbad können Siehierlesen.

Die Kurie Deák – Kehidakustány, Kúria Str. 6.

Die Kurie Deák wurde im Jahre 1770 von der Familie Hertelendy an der Stelle der ehemaligen Burg von Kehida gebaut. Ferenc Deák war 47 Jahre lang in der Kurie von Kehida zu Hause. Öfters hat hier auch László Csány vorbeigeschaut, der im Nachbardorf, Zalacsány wohnte, und auch Vörösmarty Mihály, Wesselényi Miklós, Széchenyi István, Batthyány Lajos haben hier vielmals einen Besuch abgestattet. Das einstöckige Gebäude in L-Form bewahrt im Großen und Ganzen auch heute seine ursprüngliche Form, woran die sezessionistische Umgestaltung kaum etwas geändert hat.
Die Ferenc Deák darstellende Statue im Garten ist das Werk von György Zala.

Deák Brunnen- Kehidakustány

Die als Deák-Brunnen genannte Quelle, wo auch der Deák-Bach entspringt, liegt 3 km vom Dorf entfernt. Nach der Tradition heißt es, dass Ferenc Deák während seines Aufenthalts in Kehida nur das Wasser dieser Quelle getrunken hat. Heutzutage ist die Umgebung der Quelle ein beliebter Ausflugsort, wovon auch eine Tourroute nach der naheliegenden Ortschaft, Almásháza, führt. Neben dem Brunnen befindet sich auch eine Feuerstelle zum Speckbraten.

Porzellankaffeetassensammlung – Kehidakustány

In unserer Sammlung gibt es fast 250 aus Porzellan gefertigte Kaffeetassen. Sie sind verschiedenen Alters – einige sind erst ein paar Jahre alt, andere sind mehrere Hundert Jahre alt. Einige von ihnen haben bereits ihre eigene Geschichte. Es gibt einige, die auf kleinen goldenen Füßen stehen und aus einer versteckten Ecke im Dachgeschoss aufgefunden worden sind. Wieder andere machten eine längere Reise auf einem Ochsengespann, bis sie die Oma in ihrer Kindheit unter dem Heu versteckt aufgefunden hat und sie bis heute bewahrt hat. Die Kaffeetassen stammen aus allen Ecken der Welt – z.B. aus Deutschland, England, Japan und China.
Manche haben eine längere Reise gemacht, bis sie bei uns angekommen sind. Viele von ihnen sind Meisterwerke ungarischer Manufakturen – der Porzellanfabrik Zsolnay und der Manufakturen Herend und Hollóháza.

Das Porzellan ist eine wunderbare Erfindung des chinesischen Volkes, das aus Quarz, Kaolin und Feldspat gefertigt wird. Das erste Porzellan wurde vor sehr langer Zeit, während der Herrschaft der Tang Dynastie – etwa im Zeitraum von 618-907 – gefertigt. In Europa ist es im 12. Jahrhundert angekommen und hat sich gleich seinen recht verdienten Ruhm erworben. Das streng bewachte Rezept der Porzellanherstellung blieb aber weiterhin ein Geheimnis. Um 1575 ist es in Florenz gelungen, ein Porzellan aus weicher Masse herzustellen. Das erste harte Porzellan wurde später – Anfang des 18. Jahrhunderts – in Deutschland hergestellt, demzufolge entstand die berühmte Porzellanfabrik in Meissen. Das Porzellan ist seiner Benennung „das weiße Gold“ würdig, da seine Hochwertigkeit, seine Eleganz und sein perfektes Glänzen ihn dazu berechtigen, diesen stolzen Namen tragen zu dürfen.

Friedhofskapelle (1928)

Die Friedhofskapelle, die in Friedhof Kedida steht, wurde in XIII. Jahrhundert gebaut. Im XVIII. Jahrhundert wurde sie auf Wunsch der Familie Deák umgebaut. Deák Ferenc ist aber jedoch nicht hier begraben. Sein letztes Grab befindet sich in Budapest, im Friedhof auf dem Fiumei Strasse.

Kirche im Friedhof (im römischen Stil gebaut)

Gyümölcsoltó Boldogasszony Römisch- Katholische Kirche (im Barock Stil gebaut)

Zur Aufbau hat Gabor Hertelendy im Jahre 1747 begonnen, der Weih war am 5. April 1755. Ursprünglich hat für Gyümölcsoltó Boldogasszony gewidmet, diese Titel erhaltet zurzeit auch. Der Turm wurde am 1807 fertig geworden. Die Einrichtung ist Barock Arbeit, der Hauptaltar sieht so aus, wie ein Triumphbogen, was Gruß von den Engeln illustriert. Mit Statue reich dekoriert. In dem Turm hängen 3 Glocken, der Größte ist 4 Quintal. Die Beschreibung befindet sich am Eingang der Kirche.

Thermalwasser

Am Ende der ’70er Jahre wurden die Landwirtschaftliche Fachmittelschule und das staatliche Landgut eingestellt, die für viele Menschen einen Arbeitsplatz sicherten. Viele sind in die Stadt gezogen oder sind ständig gependelt, um das tägliche Brot auf den Tisch zu bekommen. Der andere große Arbeitgeber war die staatliche LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft), der Mitte der ’90er Jahre abgeschafft wurde. Es löste wiederum eine große Arbeitslosigkeit in der Ortschaft aus. Das am Anfang der ’80er allmählich und in den ’90er Jahren immer stufenweise ausgestatteteThermalbad, und die damit verbundenen Arbeitsmöglichkeiten bedeuteten die Hoffnung. Seine heutige Form gewann das Bad, das sich auch zurzeit ständig entwickelt, – nach dem Einbeziehen des Privatkapitals – Anfang dieses Jahrtausends. Es lässt sich feststellen, dass das Bad auf die ganze Gemeinde eine bestimmende Wirkung ausübt. Neue Straßen werden eröffnet, es gibt immer wieder neue und sich erneuernde Bauarbeiten. Sowohl die Zahl der ständigen als auch die Zahl der vorübergehend hier Wohnhaften wächst langsam, aber sicher. Heutzutage werden Arbeitsplätze nicht nur vom Thermalbad, den Institutionen der örtlichen Selbstverwaltung, dem Kindergarten, der Schule, den Gemeinschaftshäusern oder dem Institut der Selbstverwaltung des Komitats angeboten, sondern auch die Erweiterung der verschiedenen mit dem Tourismus verbundenen Dienstleistungen benötigen immer wieder neue Arbeitskräfte.

DIE GESCHICHTE VON KEHIDAKUSTÁNY

Das heutige Kehidakustányt wurde während der Vereinigung des am südlichen Ufer der Zala liegenden Kehida und des sich am westlichen Ufer des Flusses befindenden Kustány im Jahre 1977 gegründet. Die Geschichte von Kehida blickt auf eine mehrere Jahrhunderte alte Geschichte zurück, über Kustány sind unsere Kenntnisse aber ziemlich mangelhaft. Den Namen Kehida kann man zuerst in einer Urkunde aus dem Jahre 1232 auffinden, wonach das Dorf bereits damals eine wichtige Siedlung war, wo sich die Adligen des Komitats Zala zusammenstzten und sich „in ponto Kehud” an den König wendeten. Kehida war bis zum XIV. Jahrhundert der zentrale Ort der Versammlungen im mittelalterlichen königlichen Ungarn. Kehida und seine Umgebung war – bis zum XIII. Jahrhundert – das Besitztum der Familie Koppány, danach geriet es in den Besitz des Palatins Miklós Kőszegi, von dem der König Karl Robert alle Landgüter im Komitat Zala – einschließlich Kehida – einbezogen hatte und verschenkte sie Meister Lorenz, der zur Sippe Osl gehörte. Der auf dieser Weise zum Gutsherrn gewordene Meister Lorenz hatte als bedeutendstes Besitztum die Burg von Kanizsa und die dazu gehörende Domäne. Nach den auf dieser Art erworbenen Besitztümern begann die Geschichte die Familie als Kanizsai zu benennen. Kehida war bis zum Jahre 1523 ein Randbesitztum der Familie Kanizsai, die es einem gewissen Dénes Háshágyi als Anerkennung seiner unvergesslichen Dienste verschenkten. Das Dorf wurde im XVIII. Jahrhundert neugebaut und geriet durch Erbfolge in weiblicher Linie in den Besitz der Familie Hertelendy. Ferenc Deák kam durch seine Großmutter – Anna Hertelendy – mit Kehida in Verbindung. Die Geschichte des Dorfes verflechte sich mit der Figur von Ferenc Deák (1803-1876).

FOTOS ÜBER KEHIDAKUSTÁNY

Comments are closed.

Gefällt Ihnen unsere Website? Teilen Sie bitte mit anderen Personen!